Außerschulische (mobile) Jugendarbeit in Zeiten von COVID
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von Team Cult

Außerschulische (mobile) Jugendarbeit in Zeiten von COVID

Die Weltweite Corona-Pandemie hat Auswirkungen auf viele Bereiche unseres Lebens: Schulen, Handel und Gastronomie sind/waren geschlossen, in Öffis und beim Einkaufen muss Maske getragen werden und die sozialen Kontakte sind stark eingeschränkt.

Auch unsere Arbeit in der außerschulischen (mobilen) Jugendarbeit bleibt von den Maßnahmen und Beschränkungen nicht unangetastet. Wie sich die Pandemie auf unsere alltägliche Arbeit ausgewirkt hat und dies immer noch tut soll in diesem Artikel dargelegt werden.

 

Veränderung, Wandel, Umstellung

Allgemein lässt sich wohl sagen, dass das letzte Jahr von uns sehr viel Flexibilität, Improvisation und schnelles Umplanen verlangt hat. Jeder neue Lockdown, jede neue Verordnung und Beschränkung hatte und hat Auswirkungen auf unsere Arbeit, auf die wir uns immer wieder neu einstellen mussten und müssen. Was ist unter welchen Bestimmungen erlaubt und verboten? Wollen wir uns an die vorgeschriebenen Regeln halten oder diese für uns sogar noch strenger definieren? Wie können wir uns und unsere Klient*innen bestmöglich informieren und schützen? Welche Angebote können wir (noch) setzen und wo braucht es neue Angebote?

Die Pandemie hat in unserer Arbeit viele Fragen aufgeworfen, auf die es oft nicht DIE EINE richtige Antwort gibt. All diese Fragen haben unser Team vor große Herausforderungen gestellt und werden dies weiterhin tun. So anstrengend diese Zeit auch war und ist, wir arbeiten als Team gut zusammen, um sie bestmöglich zu meistern und konnten und können viel daraus lernen.

 

Umstrukturierung des Teams

Eine für uns sehr einschneidende Änderung durch die Pandemie war die Umstrukturierung unseres Teams. Um die Ansteckungsgefahr innerhalb des Teams so gering wie möglich zu halten haben wir zum einen Café- und Mobilteam strikt getrennt, das heißt keine gemeinsamen Dienste mehr, wie früher zum Beispiel im Cafébetrieb oder bei Aktionen. Zum anderen teilt sich das Mobilteam nochmals in zwei Unterteams mit zwei Personen, die gemeinsam auf Streetwork gehen und die Beratungszeiten betreuen, welche etwa alle zwei Wochen wechseln. Die regelmäßigen Teamsitzungen und Supervisionen, sowie Fortbildungen und Vernetzungen finden fast ausschließlich online statt. So wollen wir die Kontakte unter den Kolleg*innen minimieren, sodass im Falle einer Ansteckung nicht das gesamte Team ausfällt.

 

Keine Freizeitpädagogik

Nicht nur innerhalb des Teams gab und gibt es durch die Pandemie Veränderungen in unserer Arbeit. Eine Sache, die sich besonders auf die Zusammenarbeit mit und die Beziehung zu den Jugendlichen ausgewirkt hat, ist der Wegfall aller freizeitpädagogischen Angebote. Das heißt keine Aktionen, Projekte und Workshops mit und für unsere/n Klient*innen durchführen. Da das Cult.Café offiziell als Gastronomiebetrieb und nicht als Jugendeinrichtung gilt, muss auch dieses geschlossen bleiben. Insgesamt fällt dadurch ein großer Teil unserer direkten Arbeit mit den Jugendlichen weg. Unser derzeitiges Angebot beschränkt sich auf Streetwork (Cult.Mobil) und Beratungs- und Gesprächszeiten (Cult.Mobil und Cult.Café) sowie online Angebote. Dadurch gelingt zwar das Arbeiten an gewissen Themen mit Einzelnen recht gut, die Beziehungs- und Cliquenarbeit leidet aber sehr darunter, da unser alltägliches Zusammensein und Plaudern wegfällt und wir gruppendynamische Entwicklungen in den Cliquen oft nicht direkt mitbekommen und darauf eingehen können.

Aus Sicht der Jugendlichen könnte man es wohl so beschreiben, dass all die Angebote wegfallen, die Spaß machen, wie Ausflüge, Workshops oder das simple Abhängen, Freunde treffen und Spielen im Café.

Ausblick

An dieser Stelle würde ich gerne darüber schreiben, dass bald alles wieder seinen Gewohnten Lauf nehmen wird und wir gestärkt und mit neuem Wissen aus dieser Pandemie herausgehen werden. Wir alle hoffen natürlich, dass dies auch tatsächlich bald der Fall sein wird! Realistisch betrachtet müssen wir uns wohl darauf einstellen, dass auch die nächsten Monate noch der ein oder andere Lockdown oder die ein oder andere Verschärfung der Maßnahmen auf uns zukommen wird. Durch die Erfahrungen, die wir im letzten Jahr sammeln konnten bin ich mir aber sicher, dass wir auch die noch folgende Pandemiezeit gut überstehen werden und unsere Arbeit den Umständen angepasst produktiv fortsetzen können.

Laura Weinguny, cult.mobil

 

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